Segway
   

   Segway, was ist das?    

 

  

     

SEGWAY® AUTHORIZED TOUR OPERATOR    

 

 

I2 Explosionsgrafik Segway X2 

   

   Der Segway Personal Transporter (Segway PT, früher HT für Human Transporter, bei einigen deutschen Polizeien auch Selbstbalance-Roller genannt) ist ein elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel mit nur zwei auf derselben Achse liegenden Rädern, zwischen denen die beförderte Person steht und das sich durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in Balance hält. Er wird seit Dezember 2001 von Segway Inc. aus Bedford im US-Bundesstaat New Hampshire hergestellt.

Verfügbarkeitsübersicht

Namensgebung:

"Anfangs wussten wir gar nicht, wie wir ihn nennen sollen. Er ist kein Roller. Er ist kein Luftkissenfahrzeug. Er ist kompakt und kraftvoll. Akkubetrieben und somit über jede Steckdose einfach aufladbar. Er ist umweltfreundlich und leise. Er ist der Durchbruch in Sachen Personenbeförderung. Sein Name: Segway Personal Transporter
Unsere Inspiration stammt von dem Wort "segue", welches als "ein weicher Übergang von einem Stadium zu einem anderen" definiert wird.

Aufbau und Funktionsweise:

Der Fahrer steht zwischen zwei nebeneinander angeordneten Rädern auf einer Plattform und kann sich an einer Lenkstange festhalten. Jedes Rad wird per Einzelradantrieb von einem separaten Elektromotor angetrieben. Unterschiedliche Drehzahlen der Räder ermöglichen eine Kurvenfahrt wie bei Kettenfahrzeugen.

Das Fahrzeug ist selbstbalancierend. Ein elektronischer Regelkreis lässt den Segway automatisch in die Richtung fahren, in die sich der Fahrer lehnt. Sobald die Neigungssensoren (Halbleiter-Gyroskope) registrieren, dass sich der Fahrer nach vorne oder hinten neigt, drehen die Räder in diese Richtung. Die Fortbewegung wird ausschließlich durch solche Gewichtsverlagerungen gesteuert, es gibt keine Bedienelemente zum Bremsen oder Beschleunigen. Diese Funktionsweise entspricht dem aufrechten Gang, bei dem sich der Schwerpunkt des Körpers stets über der Auflagefläche der Füße befindet. Der Segway ist deshalb intuitiv zu bedienen.

Ein Schwenken der Lenkstange nach rechts oder links bewirkt durch die Schwerpunktverlagerung die dementsprechende Kurvenfahrt. Sobald sich der Fahrer mit der Lenkstange zur Seite neigt, wird das von den Neigungssensoren wahrgenommen.

Technische Daten:

Geschwindigkeit:     
20 km/h. Im Gegensatz zu anderen Zweirädern auch bei Langsamfahrt und im Stillstand stabil. Nie über 20 km/h, auch nicht bergab. Zur Geschwindigkeitsbegrenzung fahren die Räder vor den Fahrer, der dann von der Lenkstange zurückgedrückt wird (Speed Limiter).
Reichweite: bis 38 km bzw. 25 für (Modell x2) mit einer Ladung der Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Abhängig u. a. von Steigungen, Untergrund, Fahrweise, Reifendruck und Wind.
Wendekreis: 0 m (dreht auf der Stelle)

Gewicht: 47,7 kg (Modell  i2); 54,4 kg (Modell x2).

Personengewicht inkl. Zuladung : min. 45-max. 117 kg!

Mindestalter: ab 15 Jahre!

Verbrauch CO₂-Emission: 23 g/km≈3 kWh auf 100 km, die bei der Stromerzeugung anfallen. [1] Zum Vergleich: Auto 170 g/km (durchschnittlicher Verbrauch 7 l/100 km), [2] Motorroller ≈80 g/km
Ladedauer: 8 bis 10 Stunden bei völlig leergefahrenen Akkus. Integriertes Ladegerät zum Aufladen an normalen Steckdosen (110/230 V). [3]
Redundanz: Alle sicherheitsrelevanten Elemente sind doppelt vorhanden (Akkus, Gyroskope, Motorwicklungen, Computer). Beim plötzlichen Ausfall eines Bauteiles kommt der Segway PT trotzdem stabil und sicher zum Stehen.

Nutzbremse:Beim Bremsen oder bei Bergabfahrt wird elektrische Energie rückgewonnen und in den Akkus gespeichert.

StVO

Im April 2004 stellte das Unternehmen, vertreten durch dessen Europadirektor für rechtliche Angelegenheiten (Director Regulatory Affairs, Europe), Nicola Dallatana, eine schriftliche Anfrage an das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und präsentierte in persönlicher Vorsprache das Fahrzeug Segway. Im Juni 2004 antworte die zuständige Mitarbeiterin des Ministeriums, Ingrid Holzerbauer-Högler, schriftlich unter dem Betreff "Segway; rechtliche Qualifikation", mit dem Ergebnis, "dass dieses Fahrzeug aufgrund § 2 Abs. 1 Z 22 lit. d der Straßenverkehrsordnung iVm § 1 Abs. 2a Kraftfahrgesetz als Fahrrad zu qualifizieren ist."

Da in Österreich Fahrräder, und damit auch Elektrofahrräder, die nach § 2 Abs. 2a KFG nicht dem Kraftfahrzeugrecht unterliegen, keiner Genehmigungspflicht unterliegen, benötigen sie auch keine Betriebsgenehmigung. Elektrofahrräder, und damit auch der Segway, unterliegen, wie Holzerbauer-Högler in dem BMVIT-Schreiben richtig ausführt, den Ausrüstungsvorschriften für Fahrräder, womit die österreichische Fahrradverordnung gemeint ist. Segways müssen daher für den Betrieb auf Straßen mit öffentlichem Verkehr mit akustischer Einrichtung (Glocke oder Hupe oder dergleichen), Rückstrahleinrichtungen, sowie bei Nacht, oder wenn es die Lichtverhältnisse erfordern, mit Scheinwerfer und Rücklicht ausgestattet sein.

Da ein Fahrrad ein Fahrzeug ist, ist auf Straßen mit öffentlichem Verkehr auch mit dem Segway auf der Fahrbahn zu fahren (§ 2 Abs. 1 Z 2 StVO), Gehwege und Gehsteige dürfen nur zum Überqueren derselben auf den dafür vorgesehenen Stellen befahren werden (§ 8 Abs. 4). Ansonsten gelten die fahrradrechtlichen Bestimmungen der StVO wie für mehrspurige Fahrräder, insbesondere wonach bei Vorhandensein von Radfahranlagen diese mit den Modellen bis 80 cm Breite benützt werden dürfen (§ 68 "Verhalten der Radfahrer"). Da die Modelle x2 (Adventure, Turf und Golf) nach Herstellerangabe breiter als 80 cm sind, dürfen mit ihnen Radfahranlagen nicht benützt und darf ausschließlich auf der (allgemeinen) Fahrbahn gefahren werden.

Wohnstraßen dürfen, wie mit jedem Fahrrad, gegen die Einbahn (§ 76b), sonstige Einbahnen gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung (§ 7 Abs. 5) und Fußgängerzonen (§ 76a) jedoch nur bei Ausnahmen für den Fahrradverkehr befahren werden. Da ein "Schutzweg ein durch gleichmäßige Längsstreifen (sogenannte Zebrastreifen) gekennzeichneter, für die Überquerung der Fahrbahn durch Fußgänger bestimmter Fahrbahnteil" ist (§ 2 Abs. 1 Z 12), darf ein solcher zur Querung der Fahrbahn, wie mit jedem anderen Fahrzeug auch, mit dem Segway nicht befahren werden.

Darüber hinaus gelten wie für jedes andere Fahrrad auch die Altersgrenzen nach § 65 "Benützung von Fahrrädern". Entsprechend darf ein Segway ab 12 Jahren gefahren werden, bei Erwerb eines Fahrradführerscheins schon ab 10 Jahren.

Achtung: auf Grund der eigenen Erfahungen werden bei Segway-Wachau Segways erst ab einem Mindestalter von 15 (!) Jahren vergeben.

Wer ein Fahrrad schiebt, gilt nach § 65 Abs. 1 nicht als Radfahrer. Nach Rechtslehre und Judikatur sind in diesem Fall die Bestimmungen für Fußgänger anzuwenden und insbesondere das Fahrrad auf dem Gehweg/Gehsteig zu schieben. Das gilt daher auch für das Schieben eines Segway, wenn dieser wegen eines leeren Akkus oder wegen eines technischen Defekts geschoben werden muss.